AutoGen – Microsofts Framework für Multi-Agent-Systeme
AutoGen ist Microsofts Open-Source-Framework für Multi-Agent-Systeme. Mehrere KI-Agenten arbeiten autonom zusammen und lösen komplexe Aufgaben durch Konversation.
OpenSpec ist ein Open-Source-Framework für Spec-Driven Development (SDD) mit KI-Coding-Assistenten. Statt vager Prompts definieren Entwickler ihre Anforderungen in strukturierten Markdown-Spezifikationen – und die KI setzt diese präzise um.
Das Konzept löst ein zentrales Problem beim Arbeiten mit Claude Code, Cursor oder GitHub Copilot: Ohne klare Vorgaben produzieren KI-Assistenten oft unvorhersehbare Ergebnisse. OpenSpec schafft eine gemeinsame Grundlage zwischen Entwickler und KI – ein verbindliches Regelwerk, das während des gesamten Projekts aktuell bleibt.
Wer regelmäßig mit KI-Coding-Assistenten arbeitet, kennt das Muster: Die erste Implementierung sieht gut aus, aber bei Änderungen entstehen Inkonsistenzen. Die KI vergisst frühere Entscheidungen, interpretiert Anforderungen anders oder produziert Code, der nicht zum bestehenden System passt.
Die Ursache liegt im fehlenden Kontext. Chatbasierte Prompts sind flüchtig – sie verschwinden aus dem Kontext-Fenster, sobald die Konversation länger wird. Ohne persistente Referenz hat die KI keine Möglichkeit zu prüfen, ob ihre Implementierung den ursprünglichen Anforderungen entspricht.
OpenSpec löst dieses Problem durch eine zentrale, versionierte Spezifikation, die als verbindliche Referenz für alle KI-Interaktionen dient.
Roland Golla ist nicht nur Gründer von Never Code Alone, sondern ein anerkannter IT-Spezialist mit über 20 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung. Mit der Expertise aus über 300 erfolgreich abgeschlossenen Web-Projekten entwickelt er heute das NCA AI CMS – eine Lösung, die tiefgreifendes technisches Know-how mit modernster Künstlicher Intelligenz verbindet.
Als offizieller Cypress.IO Ambassador, Speaker auf internationalen Konferenzen und YouTube-Creator für führende Testing-Tools weiß er genau, worauf es bei digitaler Qualität ankommt. Sein Fokus: KI-Systeme (wie Claude 3 und Mistral AI), die nicht nur Texte generieren, sondern echte Geschäftsprozesse für lokale Dienstleister automatisieren und messbare Ergebnisse liefern.
OpenSpec folgt einem dreistufigen Workflow, der Änderungen systematisch dokumentiert:
Proposal (Vorschlag): Für jede Änderung wird ein strukturierter Vorschlag erstellt. Dieser enthält das Ziel, die betroffenen Anforderungen und einen Implementierungsplan. Die KI generiert auf Wunsch automatisch alle Planungsdokumente – von der Begründung über die Spezifikation bis zur Aufgabenliste.
Apply (Umsetzen): Die KI implementiert die Aufgaben anhand der Spezifikation. Dabei arbeitet sie die Checkliste ab und markiert erledigte Schritte. Der Fortschritt ist jederzeit nachvollziehbar.
Archive (Archivieren): Nach erfolgreicher Implementierung werden die Änderungen in die Hauptspezifikation übernommen. Der Änderungsvorschlag wandert ins Archiv – für Audit-Trails und spätere Referenz.
Das Kernkonzept von OpenSpec sind Delta Specs – Differenz-Spezifikationen, die zeigen, was sich ändert. Statt die gesamte Spezifikation zu überschreiben, markieren Delta Specs explizit:
ADDED: Neue Anforderungen, die hinzukommen.
MODIFIED: Bestehende Anforderungen, die sich ändern (mit Angabe des vorherigen Zustands).
REMOVED: Anforderungen, die entfernt werden.
Diese Granularität macht Code-Reviews einfacher und verhindert versehentliche Regressionen. Die KI weiß genau, was sich ändert – und was unverändert bleiben soll.
# Delta for Auth
## ADDED Requirements
### Requirement: Two-Factor Authentication
The system MUST require a second factor during login.
## MODIFIED Requirements
### Requirement: Session Timeout
The system SHALL expire sessions after 30 minutes.
(Previously: 60 minutes)
## REMOVED Requirements
### Requirement: Remember Me
(Deprecated in favor of 2FA)
Ein wesentlicher Unterschied zu anderen SDD-Frameworks: OpenSpec ist "brownfield-first" konzipiert. Es funktioniert primär mit bestehenden Codebases – dort, wo die meiste Arbeit tatsächlich stattfindet.
Statt nur für Greenfield-Projekte (0→1) zu funktionieren, unterstützt OpenSpec den realistischeren Fall: inkrementelle Verbesserungen an bestehendem Code (1→n). Die Spezifikation kann schrittweise den Ist-Zustand eines Systems erfassen, ohne dass eine komplette Neudokumentation erforderlich ist.
Das macht OpenSpec besonders attraktiv für Legacy-Projekte, bei denen Refactoring oder Modernisierung mit KI-Unterstützung geplant ist.
OpenSpec ist ein Node.js-basiertes CLI-Tool. Die Installation erfolgt global über npm:
# Installation
npm install -g @fission-ai/openspec@latest
# Projekt initialisieren
cd your-project
openspec init
# Neuen Change starten
openspec new add-dark-mode
# Status prüfen
openspec list
openspec show add-dark-mode
OpenSpec unterstützt über 20 KI-Coding-Tools, darunter Claude Code, Cursor, GitHub Copilot, Cline und Codex. Die Integration erfolgt über Slash-Commands oder eine AGENTS.md-Datei, die automatisch in den Kontext geladen wird.
Für die besten Ergebnisse empfiehlt das OpenSpec-Team High-Reasoning-Modelle wie Claude Opus 4.5 oder GPT 5.2 – sowohl für die Planung als auch für die Implementierung.
Im Bereich Spec-Driven Development gibt es mehrere Ansätze:
GitHub Spec Kit ist das offizielle Framework von GitHub. Es ist umfassend dokumentiert und enterprise-freundlich, aber auch aufwändiger in der Einrichtung. Die Integration mit Copilot ist eng, die Nutzung mit anderen Tools eingeschränkt.
AWS Kiro bietet mächtige Funktionen, bindet Entwickler aber an eine spezifische IDE und ist auf Claude-Modelle beschränkt.
OpenSpec positioniert sich als leichtgewichtige Alternative: weniger Zeremonie, freie Tool-Wahl, fokussiert auf praktische Probleme. Die aktive Community und regelmäßige Updates sprechen für das Projekt.
Die Wahl hängt vom Kontext ab: Für GitHub-zentrierte Enterprise-Teams ist Spec Kit naheliegend. Wer Flexibilität und geringen Overhead bevorzugt, findet in OpenSpec die bessere Lösung.
OpenSpec adressiert ein echtes Problem: KI-Coding ohne Spezifikation ist wie Bauen ohne Plan – es funktioniert für kleine Aufgaben, aber skaliert nicht. Mit einer verbindlichen Spezifikation werden KI-Assistenten berechenbarer und die Ergebnisse konsistenter.
Für Teams, die bereits mit Claude Code oder ähnlichen Tools arbeiten, ist OpenSpec eine lohnende Ergänzung. Der Einrichtungsaufwand ist minimal, der Nutzen zeigt sich schnell bei komplexeren Änderungen.
Wer KI-gestützte Entwicklung professionell betreiben möchte, sollte Spec-Driven Development in den Workflow integrieren. OpenSpec macht den Einstieg niedrigschwellig – mit klarer Dokumentation und aktiver Community.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spec-Driven Development Framework.
OpenSpec ist ein Open-Source-Framework für Spec-Driven Development. Es hilft Entwicklern, strukturierte Spezifikationen zu erstellen, die als verbindliche Referenz für KI-Coding-Assistenten dienen.
Spec-Driven Development ist ein Ansatz, bei dem eine zentrale Spezifikation als Single Source of Truth für die gesamte Entwicklung dient. Die KI implementiert Code basierend auf dieser Spezifikation statt auf flüchtigen Chat-Prompts.
OpenSpec unterstützt über 20 Tools, darunter Claude Code, Cursor, GitHub Copilot, Cline, Codex und viele mehr. Die Integration erfolgt über Slash-Commands oder eine AGENTS.md-Datei.
Delta Specs sind Differenz-Spezifikationen, die Änderungen explizit markieren: ADDED für neue Anforderungen, MODIFIED für geänderte und REMOVED für entfernte. Das macht Änderungen nachvollziehbar.
Ja, OpenSpec ist vollständig Open Source und kostenlos nutzbar. Es ist auf GitHub unter der MIT-Lizenz verfügbar.
OpenSpec erfordert Node.js 20.19.0 oder höher. Die Installation erfolgt global über npm, yarn, pnpm oder bun.
Brownfield-first bedeutet, dass OpenSpec primär für bestehende Projekte konzipiert ist. Es unterstützt inkrementelle Änderungen an vorhandenem Code, ohne eine komplette Neudokumentation zu erfordern.
GitHub Spec Kit ist umfassender aber aufwändiger. OpenSpec ist leichtgewichtiger, flexibler bei der Tool-Wahl und fokussiert auf praktische Probleme mit minimalem Overhead.
Das OpenSpec-Team empfiehlt High-Reasoning-Modelle wie Claude Opus 4.5 oder GPT 5.2 für beste Ergebnisse – sowohl für Planung als auch Implementierung.
OpenSpec sammelt anonyme Nutzungsstatistiken: nur Command-Namen und Version. Keine Argumente, Pfade, Inhalte oder persönliche Daten. Die Telemetrie kann per Umgebungsvariable deaktiviert werden.
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